am 3. August geöffnet - im Lauf von 5 Stunden eine Achterbahnfahrt. Start mit einem “verschlossenen” Eindruck, über ein von Gerbsäure betonter Eindruck bis hin zum brennenden Alkohol im Hals. Flankiert von einem dominanten Aroma von Kirschen. noch 1/4 in der Flasche - in den Kühlschrank.
am 4. August am späten Nachmittag weiter getrunken. Jetzt schmeckt er mir deutlich besser, es ist genug Alkohol “verflogen”, die Säure hat sich eingegliedert und die (Frucht) Aromen liegen gelassen im Mund. Für Nachmittags ein angenehmer Begleiter. Würde gerne jetzt mit dem Wein was kochen.
Empfehlung: 18 Stunden vorher öffnen - dann Betonung auf die Frucht und ohne “Ecken” / zum kochen eine Entdeckung
Archiv für die Kategorie „selbstgetrunken“
Santa Digna, Cabernet Sauvignon 2006 Reserve von Miguel Torres aus Chile
Dienstag, 4. August 2009Sommerweine der Weinprofi GmbH
Freitag, 24. Juli 2009
Ja, das sind sie - die leergetrunkenen Flaschen aus dem Sommerwein - Probierpaket der Weinprofi GmbH aus Bremen.
Geordert habe ich mir das Paket eigentlich, um auf diese Art dem neuen “Weinprofi” Stefan Maas alles Gute + viel Erfolg zu wünschen. Der alte “Weinprofi”, Jens Krau, hat entschieden sich voll und ganz auf die Aufgaben des Wein - Auktionshauses Koppe + Partner zu konzentrieren.
Nun denn, alle Weine habe ich nach und nach, ganz im Sinne des Trinkgenusses, über den Zeitraum der vergangenen 2 Wochen abends + zu Hause mit meiner Freundin getrunken - gerade so wie es kam, manche als Kochensbegleiter und andere “einfach so”. Es war überhaupt nicht wichtig für mich beeindruckt zu werden, oder eine Entdeckung zu machen, sondern einfach Wein zu trinken der Freude bereitet. Mal vorweg genommen - einer der sechs Weine hat meine Erwartungen übertroffen:

Ja, es ist ein Rotwein. Allerdings in so einer erstaunlichen Verfassung das es einfach egal ist welches Wetter gerade ist - Trinkgenuss pur / unbedingte Kaufempfehlung. Samtweiche Gerbstoffe, reife + süßliche Fruchtaromen und abgerundet von einem demütigen Alkohol. Jahrgang 2005.
Von den anderen Fünf bleibt nur einer der meine Erwartungen erfüllt hat:

Dieser Weißwein aus Italien überzeugt mich mit einem Charakter (Säure/Bitter), der dazu verführt den nächsten Schluck haben zu wollen. Einfach aber (sehr) gut.
Einen der verblieben Vier möchte ich noch beschreiben. Der 2008 Riesling Kabinett trocken von Leitz aus dem Rheingau (Rüdesheim) - in der Literflasche abgefüllt. Irgendwie wirkte dieser Wein wie ein “Gerippe” auf mich - alles war vorhanden: Typizität, Säure und Charakter, aber halt “nichts dran” - jeglicher Üppigkeit und Rundungen entbehrt. Für Weintrinker, die es so leicht wie möglich haben wollen und keine Empfindlichkeit gegenüber der Säure haben - könnten mit diesem Wein Freude haben.
Heyl zu Herrnsheim im KaDeWe
Mittwoch, 22. Juli 2009
Die Geschichte dieses Riesling - Gutes aus Rheinhessen reicht bis 1561 zurück.
Das erste Mal aufmerksam auf Heyl, wie das Weingut allgemein genannt wird, wurde ich Anfang der 90er Jahre. Den damaligen Verantwortlichen habe ich es auch zu verdanken den “Roten Hang” wahrzunehmen. Seit dem freue ich mich über jede Gelegenheit Wein, dessen Trauben auf dem Roten Hang gewachsen sind, und insbesondere vom Weingut Heyl, zu trinken.
Nun denn, auf ins KaDeWe, einen Ort, den ich und viele andere “Berliner” so gut es geht meide. Bei der Gelegenheit mal wollte ich mal wieder einen längeren Blick durch die Scheiben des Raritätenkabinetts der dortigen Weinabteilung werfen (drinnen war ich noch nie :o).
Der für alle zugängliche Stand, betreut von Felix Peters (ja, Heyl gehört (zu) St. Antony), im Herzen der Weinabteilung, wirkte sympatisch und einladend. Es standen 5 Weine zum verkosten zur Verfügung. Drei Rieslinge und ein Weissburgunder alle aus 2007, und eine nicht mehr erhältliche Rariätät, einen 1989er Riesling Pettenthaler Auslese. Als Fan von gereiften Wein, haben meine Augen sofort zu leuchten angefangen. Aber mal der Reihe nach:
Den Weissburgunder empfand ich als einen Volltreffer, frisch und mineralisch, ausgestattet mit betörenden Fruchtaromen. Der Riesling QbA ging in eine Richtung für Menschen, die gerne Wein mit ausgeprägten und herben Zitrusaromen mögen und auf ein ausdrucksstarkes Bukett verzichten können. Danach kam der Riesling Kabinett feinherb ins Glas. Ein “sauberer”Wein, der wie der QbA auch die Säure in den Vordergrund stellt und für meinen Geschmack zu wenig Süße zeigt. Nun also war es gleich soweit mit der Rarität, aber zuvor noch ein Großes Gewächs aus dem Brudersberg: Hmm - Honig, weich und ein gelungener Ausgleich von Säure und Mineralität, reif, so schätze ich, ab 2014. Wem 40 € für eine Flasche Wein nicht das Budget sprengt - Kaufempfehlung. Während ich diesen Wein im Glas hatte, habe ich das Gespräch mit Herrn Peters gesucht um zu erfahren, welche Jahrgänge vom Brudersberg im Moment auf dem Höhepunkt sind, er empfiehlt den 1997er und den 1992er. Nun die 89er Pettenthaler Auslese - hier gingen die Empfindungen zwischen Herrn Peters und mir auseinander. Für Herrn Peters ist dieser Wein noch im Aufbau und er vermutet, dass er den Höhepunkt erst in einigen Jahren erreicht - ich habe den Wein, aus dieser Flasche an diesem Tag, im Abbau erlebt. Der Alkohol stand vordergründig in der Nase und die Botrytis stand, wegen nur noch schwacher Säure, voll im Glas.
Habe Herrn Peters vorgeschlagen, dass er eine Flasche von dem 89er Pettenthaler zurücklegt und wir diese in einigen Jahren zusammen trinken. Falls daraus was werden sollte, werde ich, wenn ich dann noch kann :o), darüber schreiben.
Abschließend möchte ich noch meiner Überraschung darüber Ausdruck geben , dass an dem Tag im KaDeWe gleich mehrere Verkostungsstände aufgebaut waren und es schiem mir, dass dies wohl ein regelmäßiger Service für die Kunden ist. Werde wohl doch wieder öfter ins KaDeWe gehen ;o)
350 Jahre Silvaner - Degustation in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz
Montag, 18. Mai 2009Arno Steguweit hat anläßlich diese Jubiläums eine kleine Verkostung moderiert, die von”Rheinhessen-Marketing” ermöglicht wurde. Herr Steguweit ist der Restaurant Manager des Restaurant Fischer’ s Fritz im Hotel The Regent - dem im Moment einzigen 2 Sterne Restaurants in Berlin. Wir waren ca. 15 Teilnehmer.
Weine von: Sekthaus Raumland, Weingut Eppelmann, Weingut Manz, Weingut Dreissigacker, Weingut Michael Teschke, Weingut Gutzler + Weingut Riffel.
Wer mag, kann sich hier die 45 minütige Präsentation anhören.
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Knipser - eine Probe
Sonntag, 17. Mai 2009Der Hausherr vom Weinhandel im Willy-Brandt-Haus bot an, sich an einer Verkostung von 17 Weinen vom Weingut Knipser einzukaufen - nun dachte ich, Wein von diesem zur Zeit “hoch gehandeltem” Weingut aus der Pfalz kennenzulernen, kann ja nichts schaden - u.a. aktueller “Winzer des Jahres 2009″ vom Gault-Millau.
Fange mal mit den “Besten” an, zweimal Riesling Großes Gewächs aus dem Jahr 2007, der eine aus der Lage Himmelreich; ein fruchtbetonter Volltreffer, der mich begeistert hat; der andere aus der Lage Steinbuckel, der deutlich mineralisch orientiert daher kam -mein persönlicher Geschmack ist ein anderer, würde aber die Gelegenheit nutzen von diesem Wein ab 2012 nochmal zu trinken. Alle um mich herum waren gespannt auf den vorletzten (roten) Wein, 2005 Cuvée X QbA trocken Barrique - nicht zuletzt auch, weil es der teuerste Wein an diesem Abend war (Preisklasse um die 50€); überzeugt davon, dass die Vorbereitungen der Weine optimal waren, bleibt mir nur übrig zu empfehlen dieses Cuvée nur nach vorheriger Verkostung zu kaufen.
Meine Entdeckung an diesem Abend waren zwei Weine aus 2008. Die Nase deutlich vorn hatte der Riesling Kabinett trocken, dicht gefolgt von einem Riesling QbA - knochentrocken (0,9g Zucker je Liter). Gut gefallen hat mir noch der Riesling Sekt Brut aus 2007 .
Tja, dass war es schon für mich von diesem Abend. Achso, Klaus-Dieter Hess hat eine bemerkenswerte Auswahl von Knipser-Wein, auf seiner Homepage ist ein Überblick möglich.
Hausmesse der Weingalerie - Weine aus PORTugal in Berlin
Samstag, 9. Mai 2009Ganz fleißig gestimmt habe ich 60 der ungefähr 80 Weine, die für meine Arbeitsweise perfekt präsentiert wurden, probieren können. Komplett ausgelassen habe ich die Roséweine und die “Bruto’s”.
Unter den Weissweinen war meine Entdeckung das Gebiet “Terras do Sado”. Alle drei präsentierten Weine fand ich erfreulich, bestellt habe ich mir den 2008er Serras de Azeitao. Aufgefallen als “Wein den ich beobachten werde” ist der Chocapalha Reserve von der gleichnamigen Quinta, aus Estremadura. Sowieso empfand ich an dem Tag die weissen Weine aus Estremadura passend zu meinem “Beutemuster”. So ging mir auch der 2008er Cortello von der Quinta Do Gradil ins Netz. Für die Vinho Verde - Fans, deren Jahreszeit ja auch gekommen ist, hier eine Empfehlung: 2008er Casalinho Loureiro ein DOC von der Caves do Casalinho.
Nun zu den Roten. Ein aufmerksamer Mensch für rote Portugieser bin ich schon länger, nicht zuletzt wegen der unermüdlichen Arbeit der beiden “Weingaleristen”, von wo aus schon seit Mitte der 80er Jahre auf der “Qualitätstrommel” für Port und Wein aus diesem herrlichen Land musiziert wird. Klar war mir, das Wein aus dem Douro -dort wird auch der Portwein gezaubert - mir auch diesmal schmecken wird. Ehrlich gesagt habe ich einige Jahre diesen Faden aus den Händen verloren und stand nun vor einigen Namen die mir hätten etwas sagen sollen…Allen voran sollte wohl das Weingut Passadouro genannt sein; der Passa hat, wie mir berichtet wurde das Große Gold bei der Berliner Wine Trophy gewonnen. Diese Information habe ich erhalten nachdem ich, wie gesagt unvoreingenommen, den Wein probiert habe; meine Notiz zu diesem Wein: interessant - Potential. Bestellt habe ich allerdings den 2006er Passaduoro der für mich von den 30 Rotweinen der eleganteste + charaktervollste war. Aus dem Douro mache ich an dieser Stelle noch auf den 2005er Romanisco Reserva aufmerksam, ein DOC aus der Caves Casalinho der mich mit Taninen so durchgeschüttelt hat, dass ich auf die Suche nach älteren Jahrgängen gehen werde.
Nun einige Rotweine mit Potential: 2006er Terra Plana aus der VR Alentejano; 2005er Marquês de Marialva Baga Reserva aus der DOC Bairrada; 2006er Encontro Baga/Merlot aus der DOC Bairrada; 2006er Ribeiro Santo aus der DOC Dao + der 2005er Romanisco Reserva aus Douro.
Die Weine, die mir Freude bei der Vorstellung sie jetzt zu trinken gemacht haben, und für meinen privaten Verbrauch gleich bestellt habe sind: 2006er Azamor Petit Verdot + der 2006er Cabriz Colheita Seleccionada.
Irgendwann während ich die Weissweine probiert habe, wurde mir klar, dass es hier und Heute auch die Möglichkeit gibt Port + Madeira zu verkosten und ich gestehe, dass die letzten der 60 Weine diese beiden Etiketten getragen haben und diese mich dazu verleitet haben, dass spucken einzustellen. Selbstverständlich habe ich brav mit den trockenen weißen Portweine angefangen, mit der Voreingenommenheit, dass ich dafür einfach noch nicht alt/reif/weise genug für bin - und so bestätigten die ersten Beiden auch diesen Eindruck, aber dann - Dank sei KOPKE ein Dry White Port “Aperitivo” - wowh, nun also habe ich auch weißen Port in meiner Auswahl zu Hause :o). Die Preis/Leistungsentdeckung für mich an diesem Tag ist ein Port aus dem Hause GRAHAM’S und zwar, so wie mir erklärt wurde, eine Spezialität, mit dem Namen “Crusted” und der weitergehenden Angabe: “bottled 2001″ - ab damit in meine private Altersvorsorge!
Last but not least (obwohl ich zu diesem Zeitpunkt schon am Ende meiner Aufnahmekapazität war) BLANDY Madeira, namentlich 5 Years Alvada - Rich, was in diesem Zusammenhang auch sweet heißen könnte - sicherheitshalber auch eine Flasche für zu Hause….
Dank an Karsten Kubin & Ruth Lindenblatt - Weingalerie Berlin