Archiv für Juli 2009
Abteilung: Humor
Mittwoch, 29. Juli 2009Pfälzischer Weinsommer
Dienstag, 28. Juli 2009![]()
Ach, was gibt es schöneres als an einem warmen Sommerabend draußen zu sein, in einer schönen Umgebung, um, umringt von Gleichgesinnten, guten Wein zu trinken…
Ein organisierter Event ist die “Tour de Weinsommer Rheinland-Pfalz” (selbst so benannt :o). Die letzte Station wird dieses Jahr in Berlin gemacht und zwar auf dem Spandauer Marktplatz vom 27. bis 30. August. Das Rahmenprogramm lässt Stimmung in guter alter Tradition vermuten. Vorher machen die Pfälzer noch Halt in Flensburg, Düsseldorf, Aachen, Dortmund und Braunschweig.
Letztes Jahr war ich auf diesem Event hier in Berlin, um einen bestimmten Winzer kennenzulernen, der sich mit seinem Wein dort präsentiert hat. Mann kommt ganz gut mit der U-Bahn hin, sollte sich allerdings für die Fahrt ordentlich Zeit einplanen, weil Spandau jwd liegt :o). Gruppen schienen dort sehr willkommen :o)
Abteilung: Extravaganz
Montag, 27. Juli 2009Who is Who in Berlin
Sonntag, 26. Juli 2009
Anfang September ist es wieder soweit - “Gutswein Berlin und Premiere Grosses Gewächs”
Meiner Übersicht nach die grösste, interessanteste und vielfältigste Weinpräsentation Berlins. Auch dieses Jahr wird es wieder die Möglichkeit geben, unter dem Dach von Daimler am Potsdamer Platz, Wein von 100 deutschen Prädikatsweingütern probieren zu können - und, vielen Winzern persönlich zu begegnen. Wer will kann sich jetzt schon anmelden.
Grandios auch die Anzahl von kreativen “Rahmenveranstaltungen”. Es benötigt zwar etwas Zeit die Auswahl zu überblicken, aber es lohnt sich.
Fernsehbeitrag über den Präsidenten des VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter)
Samstag, 25. Juli 2009Sommerweine der Weinprofi GmbH
Freitag, 24. Juli 2009
Ja, das sind sie - die leergetrunkenen Flaschen aus dem Sommerwein - Probierpaket der Weinprofi GmbH aus Bremen.
Geordert habe ich mir das Paket eigentlich, um auf diese Art dem neuen “Weinprofi” Stefan Maas alles Gute + viel Erfolg zu wünschen. Der alte “Weinprofi”, Jens Krau, hat entschieden sich voll und ganz auf die Aufgaben des Wein - Auktionshauses Koppe + Partner zu konzentrieren.
Nun denn, alle Weine habe ich nach und nach, ganz im Sinne des Trinkgenusses, über den Zeitraum der vergangenen 2 Wochen abends + zu Hause mit meiner Freundin getrunken - gerade so wie es kam, manche als Kochensbegleiter und andere “einfach so”. Es war überhaupt nicht wichtig für mich beeindruckt zu werden, oder eine Entdeckung zu machen, sondern einfach Wein zu trinken der Freude bereitet. Mal vorweg genommen - einer der sechs Weine hat meine Erwartungen übertroffen:

Ja, es ist ein Rotwein. Allerdings in so einer erstaunlichen Verfassung das es einfach egal ist welches Wetter gerade ist - Trinkgenuss pur / unbedingte Kaufempfehlung. Samtweiche Gerbstoffe, reife + süßliche Fruchtaromen und abgerundet von einem demütigen Alkohol. Jahrgang 2005.
Von den anderen Fünf bleibt nur einer der meine Erwartungen erfüllt hat:

Dieser Weißwein aus Italien überzeugt mich mit einem Charakter (Säure/Bitter), der dazu verführt den nächsten Schluck haben zu wollen. Einfach aber (sehr) gut.
Einen der verblieben Vier möchte ich noch beschreiben. Der 2008 Riesling Kabinett trocken von Leitz aus dem Rheingau (Rüdesheim) - in der Literflasche abgefüllt. Irgendwie wirkte dieser Wein wie ein “Gerippe” auf mich - alles war vorhanden: Typizität, Säure und Charakter, aber halt “nichts dran” - jeglicher Üppigkeit und Rundungen entbehrt. Für Weintrinker, die es so leicht wie möglich haben wollen und keine Empfindlichkeit gegenüber der Säure haben - könnten mit diesem Wein Freude haben.
Abteilung Humor
Donnerstag, 23. Juli 2009Heyl zu Herrnsheim im KaDeWe
Mittwoch, 22. Juli 2009
Die Geschichte dieses Riesling - Gutes aus Rheinhessen reicht bis 1561 zurück.
Das erste Mal aufmerksam auf Heyl, wie das Weingut allgemein genannt wird, wurde ich Anfang der 90er Jahre. Den damaligen Verantwortlichen habe ich es auch zu verdanken den “Roten Hang” wahrzunehmen. Seit dem freue ich mich über jede Gelegenheit Wein, dessen Trauben auf dem Roten Hang gewachsen sind, und insbesondere vom Weingut Heyl, zu trinken.
Nun denn, auf ins KaDeWe, einen Ort, den ich und viele andere “Berliner” so gut es geht meide. Bei der Gelegenheit mal wollte ich mal wieder einen längeren Blick durch die Scheiben des Raritätenkabinetts der dortigen Weinabteilung werfen (drinnen war ich noch nie :o).
Der für alle zugängliche Stand, betreut von Felix Peters (ja, Heyl gehört (zu) St. Antony), im Herzen der Weinabteilung, wirkte sympatisch und einladend. Es standen 5 Weine zum verkosten zur Verfügung. Drei Rieslinge und ein Weissburgunder alle aus 2007, und eine nicht mehr erhältliche Rariätät, einen 1989er Riesling Pettenthaler Auslese. Als Fan von gereiften Wein, haben meine Augen sofort zu leuchten angefangen. Aber mal der Reihe nach:
Den Weissburgunder empfand ich als einen Volltreffer, frisch und mineralisch, ausgestattet mit betörenden Fruchtaromen. Der Riesling QbA ging in eine Richtung für Menschen, die gerne Wein mit ausgeprägten und herben Zitrusaromen mögen und auf ein ausdrucksstarkes Bukett verzichten können. Danach kam der Riesling Kabinett feinherb ins Glas. Ein “sauberer”Wein, der wie der QbA auch die Säure in den Vordergrund stellt und für meinen Geschmack zu wenig Süße zeigt. Nun also war es gleich soweit mit der Rarität, aber zuvor noch ein Großes Gewächs aus dem Brudersberg: Hmm - Honig, weich und ein gelungener Ausgleich von Säure und Mineralität, reif, so schätze ich, ab 2014. Wem 40 € für eine Flasche Wein nicht das Budget sprengt - Kaufempfehlung. Während ich diesen Wein im Glas hatte, habe ich das Gespräch mit Herrn Peters gesucht um zu erfahren, welche Jahrgänge vom Brudersberg im Moment auf dem Höhepunkt sind, er empfiehlt den 1997er und den 1992er. Nun die 89er Pettenthaler Auslese - hier gingen die Empfindungen zwischen Herrn Peters und mir auseinander. Für Herrn Peters ist dieser Wein noch im Aufbau und er vermutet, dass er den Höhepunkt erst in einigen Jahren erreicht - ich habe den Wein, aus dieser Flasche an diesem Tag, im Abbau erlebt. Der Alkohol stand vordergründig in der Nase und die Botrytis stand, wegen nur noch schwacher Säure, voll im Glas.
Habe Herrn Peters vorgeschlagen, dass er eine Flasche von dem 89er Pettenthaler zurücklegt und wir diese in einigen Jahren zusammen trinken. Falls daraus was werden sollte, werde ich, wenn ich dann noch kann :o), darüber schreiben.
Abschließend möchte ich noch meiner Überraschung darüber Ausdruck geben , dass an dem Tag im KaDeWe gleich mehrere Verkostungsstände aufgebaut waren und es schiem mir, dass dies wohl ein regelmäßiger Service für die Kunden ist. Werde wohl doch wieder öfter ins KaDeWe gehen ;o)